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By Gilles Deleuze, Felix Guattari

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Die Nietzsche gewährte Vision der Welt inauguriert keine mehr oder weniger regelmäßige Abfolge von Landschaften und Stilleben, die sich über vierzig und mehr Jahre hinzieht; es ist die wiedererinnernde Parodie eines Ereignisses: ein einziger Schauspieler, um sie an einem festlichen Tage darzustellen - denn alles tritt hervor und vergeht wieder an einem einzigen Tage -sollte dieser auch -jenseits des vernünftigen Kalenders - vom 31. Dezember bis zum 6. «) Gute Gründe scheinen für die bekannte These des Psychiaters Clerambault zu sprechen, wonach das Delirium mit seinem umfassenden systematischen Charakter gegenüber den parzellierten und lokalen Phänomenen des Automatismus sekundär sei.

Von dem her gesehen dürfte das Urteil, daß die kritische Revolution nichts Wesentliches ändert, angemessen sein: ihre Art, die Produktivität zu begreifen, stellt die klassische Konzeption des Wunsches als Mangel nicht in Frage, sondern beruft und stützt sich auf sie und begnügt sich allenfalls damit, sie zu vertiefen. Mangel des realen Objekts ist, so liegt seine Realität in einem 28 I. Kant, Kritik der Urteilskraf/, Harnburg 1963, S. , Anmerkung. 34 das phantasierte Objekt erzeugenden »Wesen des Mangels<<.

Er wird innerhalb der gesellschaftlichen Produktion eingerichtet und organisiert. Er ist - durch die Instanz der AntiProduktion, die sich den Produktivkräften überstülpt und sie aneignet - Gegen-Produkt. Niemals ist er primär; wie auch die Produktion keineswegs in bezug auf einen vorher existierenden Mangel organisiert wird, dieser aber sich entsprechend der Organisation einer vorgängigen Produktion nachträglich einnistet, vakuolisiert und ausbreitet. 32 In einer solchen Praktik des Leeren als Okonomie des Marktes besteht der Kunstgriff der herrschenden Klasse: sie organisiert den Mangel im Produktionsüberfluß, lenkt den Wunsch in die große Furcht vor Mangel, setzt den Gegenstand in Abhängigkeit von einer realen Produktion, dabei unterstellend, daß diese dem Wunsch äußerlich sei (die Forderungen der Rationalität), während zugleich die Produktion des Wunsches in der Phantasie ablaufen soll (nichts als Phantasie).

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